a&u - Berater in Personalfragen 
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Arbeitnehmer sind Unternehmer in eigener Sache
(Dieser Beitrag bezieht sich selbstverständlich auf Damen und Herren)
Im zur Zeit eher "ausgetrockneten" Arbeitsmarkt sind qualifizierte, gut ausgebildete Fachspezialisten mit einem Leistungsausweis oder Einsteiger ab Hochschule/Fachhochschule in den Bereichen Bank, Informatik, Treuhand und Unternehmensberatung sehr gesucht. Es existiert ein klarer Nachfrageüberhang.
Der Typ Arbeitnehmer, welcher interessiert, engagiert sowie problemlösungsorientiert ist und sich aktiv um Weiterbildung und -entwicklung bemüht, wird auf dem Arbeitsmarkt immer gefragt sein und dadurch auch Zufriedenheit und Erfüllung verspüren. Weitere entscheidende Attribute sind Teamfähigkeit, die Bereitschaft, sich rasch auf Veränderungen einstellen zu können und positives Denken. Fachliche und persönliche Weiterentwicklung erweitert den Horizont und macht neugierig. Der erfolgreiche Arbeitnehmer ist heute im Berufsalltag stark beansprucht. Der Zeitfaktor spielt immer eine wichtige Rolle. Trotzdem muss der Arbeitnehmer über sein Mikroumfeld hinausschauen und sich mit der Zukunft, mit Entwicklungen und Trends auseinandersetzen. Er kann seine berufliche Zukunft auf maximal drei Jahre planen (ein Internetjahr hat 3 Monate). Das heisst nicht, dass keine langfristigen Ziele angestrebt werden sollen und zum Arbeitgeber keine Verbundenheit entstehen kann. Im Gegenteil! Das Ziel der gemeinsamen Zusammenarbeit muss immer eine gut funktionierende Partnerschaft sein. Der Arbeitnehmer, welcher mit der Mentalität eines Unternehmers in eigener Sache agiert, bringt sich entsprechend ein, entwickelt Ideen und Mehrwerte und hat Erfolgserlebnisse. Er hält mit der Entwicklung schritt und ist informiert. Er schafft sich die eigene Nachfrage und steigert seine soziale Sicherheit.
Noch nicht jedes Unternehmensumfeld ist heute ideal für diesen Typ Mitarbeiter. Der Veränderungsprozess in diese Richtung ist jedoch in vollem Gange. Gerade in einem eher schwierigen Umfeld kann man sich beweisen und Akzente setzen. Dies erfordert persönliche Substanz, Frustrationstoleranz sowie den Willen, verändern zu wollen und sich mit suboptimalen Voraussetzungen positiv auseinandersetzen zu können.
Der Arbeitsmarkt in der Schweiz wird sich auch in absehbarer Zeit positiv entwickeln - gerade auch dank der steigenden Zahl von Firmengründungen - und qualifizierte Fachspezialisten werden gesucht und begehrt sein.
Ein erleichterter Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt für ausländische Arbeitskräfte (bilaterale Verträge) dürfte an der heutigen Situation wenig ändern. In Deutschland zum Beispiel werden die selben Profile gesucht wie in der Schweiz und die Salärdifferenz ist unter Berücksichtigung der Lebenshaltungskosten nicht von grosser Bedeutung. Die Schweiz wird auch in Zukunft kaum von ausländischen Fachspezialisten überflutet...
Diese Situation darf nicht dazu verleiten, sich in einer längerfristigen, falschen Arbeitsplatz-Sicherheit zu wiegen. So wie die Anforderungen an die Unternehmen in den kompetitiven Märkten ständig steigen, verhält es sich mit den Anforderungsprofilen der Mitarbeiter. Es ist ein unaufhaltsamer Prozess, welcher für die Unternehmen zum Teil "survival of the fittest" bedeutet. Erfolgreich werden nur diejenigen sein, die nebst überzeugenden Produkten und Konzepten über motivierte, unternehmerisch denkende Mitarbeiter verfügen. Der Kreis schliesst sich auf diese Weise.
Beat Altherr, Partner
a&u Kaderberatung AG
Basel und Zürich